Der Einfluss von Biogasanlagen auf Immobilienwerte: Ein quantitativer Ansatz

Herausforderung/Aufgabe

  • Biogasanlagen können lokale externe Effekte verursachen, darunter Geruchsbelästigungen und visuelle Beeinträchtigungen
  • Diese Effekte können zu einer Wertminderung von Immobilien führen und lokalen Widerstand hervorrufen
  • Ein vertieftes Verständnis dieser Auswirkungen ist entscheidend
  • Bedeutung für die Optimierung der Standortwahl
  • Relevanz für die gesellschaftliche Akzeptanz von Biogasanlagen
ein einfacher blauer Trennstrich

Lösungsansatz

  • Wir quantifizieren die Auswirkungen von Biogasanlagen auf Immobilienwerte mithilfe fortschrittlicher ökonometrischer Modelle und der Analyse von Winddaten.

Anwendung/Nutzung

  1. Energieunternehmen: Optimierung der Standortwahl für die Anlagen, zur Minimierung der Auswirkungen auf die Umgebung und Maximierung der Akzeptanz.
  2. Politische EntscheidungsträgerInnen: Entwicklung datengestützter Bebauungsrichtlinien.
  3. Real Estate Unternehmen: Immobilienfachleute: Bereitstellung von Einblicken in die Wertermittlung von Immobilien in der Nähe von Biogasanlagen.
Ein Trenner bestehend aus Kreisen in den sechs Lab-Farben
Beschreibung/Technologie

Biogasanlagen nehmen eine zentrale Rolle in bei der erneuerbaren Energieversorgung ein, indem sie Biomasse in nutzbare Energie umwandeln. Gleichzeitig gehen mit ihrem Betrieb externe Effekte wie Geruchsemissionen, zusätzlicher Transportverkehr sowie visuelle Beeinträchtigungen einher, die potenziell Auswirkungen auf die Immobilienwerte im umliegenden Raum haben können. Die vorliegende Forschung wendet moderne ökonometrische Methoden an, um diese Effekte zu quantifizieren und relevante Erkenntnisse für Stakeholder bereitzustellen.

Aktueller Stand (TRL)
  • Anwendung einer Differenz-in-Differenzen-Analyse, in Kombination mit Windrichtungsdaten
  • Ziel: Isolierung und quantitative Erfassung der Effekte von Biogasanlagen
  • Datensatz mit über 16.000 Anlagen, Nutzung von Informationen zu Immobilienwerten, in einem Betrachtungszeitraum von 15 Jahren
  • Der gewählte Ansatz ermöglicht eine detaillierte und objektive Ergebnisdarstellung
  • Beitrag zur fundierten Bewertung ökologischer und gesellschaftlicher Fragestellungen
Zukünftige Entwicklung/Marktpotenzial

Der zunehmende Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien unterstreicht die Relevanz dieser Forschung. Der eingesetzte methodische Ansatz ist grundsätzlich auf weitere Erzeugungsanlagen wie Wind- und Solaranlagen übertragbar. Vorteile:

  • eine hochpräzise Analyse lokaler externer Effekte sowie
  • belastbare Erkenntnisse zur Optimierung der Standortwahl und zur Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz.
Kooperationsmöglichkeiten

Wir suchen Partnerschaften mit ProjektentwicklerInnen, Stadtplanern, politischen Entscheidungsträgern und Forschern, um die Standortwahl zu optimieren, die Ergebnisse in die Planung einzubeziehen und weitere Auswirkungen erneuerbarer Energien zu untersuchen.

Patentschutz (IP-Protection)
  • TRL 6 – Prototyp in einer realistischen Umgebung getestet. Unsere Modelle haben erste Ergebnisse geliefert und sind einsatzbereit.
  • 1–2 Jahre, um die Technologie für breitere Anwendungsbereiche auszubauen und vollständig in weitere Tools zur Entscheidungsfindung zu integrieren.

Kontakt

Shanmukha Srinivas Byrukuri Gangadhar
EECON Lab at Energy Innovation Center – BTU Cottbus-Senftenberg
Universitätsstraße 22, 03046 Cottbus
byruksha[at]b-tu.de

Weitere Steckbriefe

Ein Trenner bestehend aus Kreisen in den sechs Lab-Farben
Herausforderung/Aufgabe
  • Kosteneffiziente und nachhaltige Produktion von grünem Wasserstoff
Anwendung/Praxis
  1. Energiespeicherung
  2. Transport (Brennstoffzellen)
  3. Petrochemische Industrie
Lösungsansatz
  • Anionenaustauschmembran (AEM)-Technologie
  • Kombiniert Vorteile von alkalischer und PEM–Elektrolyse
  • Innovativer Stack-Design mit 360 cm2 Einzel-zellenfläche
  • Betrieb bei 30 bar für höhere Effizienz
Herausforderung/Aufgabe
  • Investitionen im Energiesystem benötigen solide Planungsgrundlage
Anwendung/Praxis
  1. Planung und Optimierung von Energiesystemen in verschiedenen Bereichen
  2. Simulation der Auswirkung von erneuerbaren Energien und Speicherlösungen
  3. Analyse der Wirtschaftlichkeit von Bestandsanlagen und Neuinvestitionen
  4. Unterstützung bei politischen Entscheidungsprozessen und strategischer Planung
Lösungsansatz
  • Prognosen und Szenarienanalyse mit Operations Research