Meet the Team | Dr. Christin Hoffmann

Lernen Sie Dr. Christin Hoffmann kennen: Ihre Einblicke in die Schnittstelle von Klimawandel und Ökonomie, die wirtschaftlichen Herausforderungen und politischen Rahmenbedingungen der Energiewende sowie die Möglichkeiten für Studierende und Nachwuchsforschende, die Energiezukunft der Lausitz aktiv mitzugestalten.
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Meet the Team: Dr. Christin Hoffmann

Dr. Christin Hoffmann ist Forschungsgruppenleiterin am Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Teil des Energie-Innovationszentrums (EIZ). Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Schnittstelle von Klimawandel und Ökonomie mit dem Ziel, aufzuzeigen, dass Dekarbonisierung mittel- bis langfristig auch aus ökonomischer Sicht vorteilhaft ist.

 

Was hat Sie ursprünglich dazu bewegt, sich auf Energiewirtschaft zu spezialisieren, und was hat Sie motiviert, eine leitende Rolle am Energie-Innovationszentrum zu übernehmen?

„Mich hat schon immer die Arbeit an der Schnittstelle von Klimawandel und Ökonomie interessiert, insbesondere mit dem Anspruch zu zeigen, dass Dekarbonisierung mittel- bis langfristig wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Energiesektor spielt dabei eine zentrale Rolle, da er maßgeblich die Dekarbonisierungsstrategien anderer Sektoren prägt.
Darüber hinaus bin ich in der Lausitz aufgewachsen, einer Region mit starkem Bezug zum Braunkohlebergbau. Heute mit einem großartigen, internationalen Team junger Forschender am EIZ zur Transformation der Energieregion Lausitz beitragen zu können und gleichzeitig an globalen Fragestellungen der Energiewende zu arbeiten, empfinde ich als etwas ganz Besonderes.“

 

Was sind aus Ihrer Sicht die größten wirtschaftlichen Herausforderungen für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland und Europa?

„Aus meiner Sicht besteht die größte Herausforderung in Deutschland darin, die Kosten der Energiewende zu senken. Dies ist eine zentrale Voraussetzung, um gesellschaftliche Akzeptanz und damit eine demokratische Mehrheit für die Energiewende trotz ihrer Kosten, Herausforderungen und der aktuellen multiplen Krisen aufrechtzuerhalten.
Auf europäischer Ebene sind umfangreiche Investitionen in die Energieinfrastruktur erforderlich. Gleichzeitig stehen diese Investitionen unter starkem Druck durch Fragen der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sowie durch globale politische Unsicherheiten. Der Aufbau eines verlässlichen Rahmens und eines wirksamen Emissionshandelssystems könnte eine der zentralen Herausforderungen sein, um die Energiewende effizienter zu gestalten.“

 

Welche Möglichkeiten sehen Sie für Studierende der BTU Cottbus-Senftenberg, sich aktiv an Forschung und Innovation im Energiesektor zu beteiligen?

„Gemeinsam mit führenden Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IEG und dem DLR sowie verschiedenen Kompetenzzentren in Cottbus bietet die BTU hervorragende Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Studiengänge wie Energieverfahrenstechnik und Energiewirtschaft eröffnen attraktive Spezialisierungen.
Darüber hinaus bieten Tätigkeiten als studentische Hilfskraft am EIZ wertvolle Einblicke in Projektmanagement, Forschung und die Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Auch zahlreiche regionale Unternehmen ermöglichen Praktika und berufsbegleitende Tätigkeiten.“

 

Wir danken Dr. Christin Hoffmann herzlich für ihre Teilnahme an der Meet the Team-Reihe sowie für die offenen und fundierten Einblicke in ihre Arbeit und ihre Perspektiven.

Kontakt

Dr. Christin Hoffmann
Lehrstuhl Energiewirtschaft
Forschungsgruppenleiterin
christin.hoffmann@b-tu.de
+49 355 69 4161

Annabel Vukosav
HiWi im Bereich Kommunikation
vukosann@b-tu.de

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