Tag 1: Starker Auftakt im Startblock B2
Mit mehr als 130 Expertinnen und Experten aus Energietechnik und Energiewirtschaft startete das 3. Annual Meeting des Energie-Innovationszentrums Cottbus (EIZ) mit einem intensiven fachlichen Austausch. Im Fokus des ersten Tages standen zentrale Fragestellungen zur Zukunft des Energiesystems und konkrete Lösungsansätze für die Energiewende.
Hochkarätige Keynotes setzten wichtige Impulse:
- Jörg Dorn (Siemens Energy) beleuchtete den aktuellen Stand und die Perspektiven der HGÜ-Übertragung (HVDC) als Schlüsseltechnologie für resiliente Energiesysteme.
- Stefan Dohler (EWE AG / BDEW) machte deutlich, wie entscheidend ein flexibles Energiesystem für das Erreichen von Klimaneutralität und die Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit ist.
Ergänzt wurde das Programm durch Fachsessions, Posterpräsentationen und intensive Diskussionen.
Ein besonderes Highlight bildeten die abendlichen Lab-Touren:
In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmenden die Forschungsinfrastruktur des EIZ hautnah erleben – von immersiven VR-Anwendungen im EECON Lab über Microgrid-Demonstratoren im EPS Lab bis hin zu Wasserstoff- und Konvertertechnologien in weiteren Laboren.
Unser 3. Annual Meeting markiert zugleich einen wichtigen Meilenstein: den Abschluss der ersten Förderphase des EIZ und den erfolgreichen Aufbau einer leistungsfähigen Forschungslandschaft mit klarer Perspektive für die Zukunft.
Aktive Mitgestaltung des Brandenburger Energietags
Der zweite Veranstaltungstag ganz stand im Zeichen des 26. Brandenburger Energietags, den das EIZ aktiv mitgestaltet hat. Im Austausch mit Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurden aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für die Transformation der Energieinfrastrukturen diskutiert.
Mit einem eigenen Stand präsentierte das EIZ zentrale Forschungsaktivitäten und bot Einblicke in zwei seiner Schlüsselplattformen:
- Das EECON Lab demonstrierte, wie mithilfe immersiver Technologien Entscheidungsverhalten und gesellschaftliche Akzeptanz von Energieprojekten untersucht werden können.
- Das EPS Lab zeigte praxisnah neueste Entwicklungen und Experimente im Bereich elektrischer Energiesysteme.
Ein weiterer Höhepunkt war die Beteiligung unseres wissenschaftlichen Leiters Prof. Dr.-Ing. Johannes Schiffer an der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zur Zukunftsfähigkeit von Energieinfrastrukturen. Gemeinsam mit führenden Akteur:innen aus Landespolitik, Verwaltung und Energiewirtschaft diskutierte er,wie Energieinfrastrukturen nachhaltig, resilient und wettbewerbsfähig gestaltet werden können.
Fachforum und Einblicke in angewandte Forschung
Mit dem Fachforum „Transport und Verteilung“ initiierte das EIZ zudem eine Plattform für praxisorientierten Austausch. Themen reichten von netzbildenden Einheiten über Herausforderungen in Stromverteilnetzen bis hin zu Transformationsstrategien für Gas-, Wärme- und Strominfrastrukturen. Prof. Dr.-Ing. Kaveh Malekian Boroujeni – aus unserem EPS Lab und Leiter des Fachgebietes Dezentrale Energiesysteme und Elektrische Netze an der BTU Cottbus-Senftenberg – sprach über „Netzbildende Einheiten: aktueller Stand in Deutschland und Bedeutung für die Energiewende“.
Innovationstouren geben Einblicke in unsere Labs
Am Nachmittag boten geführte Innovationstouren die Möglichkeit, Forschungsansätze unmittelbar zu erleben. Im EPS Lab standen Hochspannungsexperimente unter extremen klimatischen Bedingungen sowie sektorübergreifende Energiesysteme im Mittelpunkt. Das EECON Lab eröffnete Einblicke in Virtual-Reality-gestützte Szenarien zur Bewertung zukünftiger Energieinfrastrukturen.
Der Energietag wird vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg, den märkischen Industrie- und Handelskammern, der Energie- und Klimaschutzagentur der Wirtschaftsförderung Brandenburg sowie erstmals dem Energie-Innovationszentrum Cottbus (EIZ) ausgerichtet. Er gilt als wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiepolitik auf Landesebene.
Fazit
Das 3. EIZ Annual Meeting hat eindrucksvoll gezeigt, wie interdisziplinäre Forschung, technologische Innovation und praxisnaher Austausch zusammenwirken können, um die Energiewende aktiv voranzubringen. Die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise, politischem Dialog und erlebbarer Forschung macht das EIZ zu einem zentralen Impulsgeber für die Transformation des Energiesystems.
